48 des lebens lauer sommerwind umspielt in zarter klänge ton mich sanft berührend wie ein kind verwirrt mir sinn wie roter mohn nun endlich aller ängste frei sucht ich auch zeit nicht mehr weil ledig ich der ketten sei alles so leicht nichts mehr schwer da stand ich nun im morgenlicht und war gereift ein weit`res jahr gedanke aus der seele bricht welch mensch die zeit nunmehr gebar mir traumes gleich ein bild erschien wo ich als haus mich sah wo wolken wind und sonne ziehn und mauern mutter erde nah und fiele doch so mancher stein so trotzte ich dem sturm im innern hüt ich freies sein und außen bin ich starker turm und wie die zeit die kruste schabt mit zarter neugier hab ich acht was drunter wächst und neu sich labt dem licht entgegen langsam lacht ein leuchtend fresko ward gebor`n so rätselhaft und doch vertraut zu neuer antwort war`s erkor`n des lebens sinn sich wandelnd baut und tief in mir ich neu erweckt das schlafend kind in meinem leibe damit es sich zum himmel streckt und mich zu neuen ufern treibe TK miraculum 2013